Keine Geldsorgen, sondern ein Managementproblem!

Keine Geldsorgen, sondern ein Managementproblem!

BdSt bewertet Zahlen des Statistischen Bundesamts zum Staatsdefizit / Forderung nach Modernisierung der Verwaltung

Das Loch zwischen Einnahmen und Ausgaben von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen lag im Jahr 2025 bei mehr als 119 Milliarden Euro – ein Zuwachs gegenüber 2024 um rund 4 Milliarden, gegenüber 2022 sogar um 43 Milliarden Euro. Die Rekordausgaben und der hohe Konsum des Staates werden immer bedrohlicher! Und die Staatsquote – also die Staatsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt – liegt inzwischen jenseits der 50 Prozent.

Deshalb verweist der Bund der Steuerzahler (BdSt) auf die Dramatik, die hinter den aktuellen Zahlen steckt:

1. Fakt ist, dass der Bund am schlechtesten mit seinen Rekordsteuereinnahmen klarkommt und massiv auf neue Schulden setzt. Ergebnis: Allein der Bund verantwortet zwei Drittel des Staatsdefizits und ist Treiber Nr. 1 beim Staatsschuldenberg. Dieser rast mit hohem Tempo auf die 3-Billionen-Euro-Marke zu, wobei das Schuldentempo – nach dem Schleifen der Schuldenbremse vergangenes Jahr – noch deutlich zulegen wird.

2. Bereits für 2025 ermittelte das Statistische Bundesamt eine Defizitquote – das Staatsdefizit gemessen am Bruttoinlandsprodukt – von 2,7 Prozent für Deutschland. Wenn die schwarz-rote Koalition ihre Schuldenpläne zur Finanzierung der Landesverteidigung sowie für Infrastruktur- und Klimamaßnahmen genauso fortsetzt, werden 5 Prozent Defizitquote schon 2028 in Reichweite sein.

Die Konsequenzen:

  • Deutschland verstößt gegen europäische Fiskal-Regeln und
  • riskiert seine Top-Gläubigerposition an den Kapitalmärkten.
  • Die Zinslasten der öffentlichen Etats explodieren – und
  • am Ende werden nicht einmal mehr Rekordsteuereinnahmen ausreichen, um zentrale Staatsaufgaben wie Bildung, innere Sicherheit oder soziale Sicherung angemessen finanzieren zu können.
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